Weitere Fotos und Infos zur Baumfällung im Wohnblock zwischen Kungerstraße und Isingstraße

DIE UN-KINDERRECHTSKONVENTION, das REGELWERK ZUM SCHUTZ DER KINDER WELTWEIT  besagt in Artikel 31: Beteiligung an Freizeit, kulturellem und künstlerischem Leben, staatliche Förderung

(1) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Ruhe und Freizeit an, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben. 

(2) Die Vertragsstaaten achten und fördern das Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben und fördern die Bereitstellung geeigneter und gleicher Möglichkeiten für die kulturelle und künstlerische Betätigung sowie für aktive Erholung und Freizeitbeschäftigung.

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Hier sieht man eine lebhafte Kinderschar, die lebendig, froh und ausgelassen einer munteren Freizeitbeschäftigung, dem Fußballspielen, nachkommt. Der geeignete Platz und Raum dafür ist offensichtlich gegeben.

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Hier sieht man eine Gruppe von geschäftstüchtigen, gewinnorientierten Profiteuren, denen sowohl das Wohl der Kinder als auch die gesunde Umgebung für die übrigen Bewohner der umliegenden Wohnhäuser völlig egal ist.

 

Das Ergebnis dieses frevelhaften Tuns ist im folgenden dargestellt:

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Rigoroses Abholzen der Bäume und Sträucher

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Weitgehender Kahlschlag auf dem vorher der Erholung dienendem Gelände

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Natürlich alles unter Bewachung von Polizei und privatem Wachschutz: Es muss ja mit „gewalttätigem Widerstand“ von alten Menschen und Kindern gerechnet werden, ha, ha, ha …

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aber vielleicht deshalb

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Und so erbärmlich zugerichtet sieht der einstmals zur Erholung dienende Platz nun aus:

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Hier noch einmal ganz deutlich:

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Bäume und Sträucher weg, kahles Gelände, kein Platz für Erholung und Freizeitbeschäftigung für Kinder und Anwohner

 

 

Und so soll es wohl möglich weitergehen:

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Noch mehr Dreck, Staub, Lärm und weitere sonstige Behinderungen und Belästigungen für die Anwohner werden schon geplant

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Übrigens, im Baugesetzbuch (BauGB) §1 Abs. 5 Satz 2 und 3 sind u. a.

eine der Allgemeinheit entsprechende sozialgerechte Bodennutzung, eine menschenwürdige Umwelt, die Sicherung der Wohnbedürfnisse, der sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung, insbesondere der Familien, der jungen und alten Menschen festgeschrieben. Dazu gehören auch die Belange der alten und jungen Anwohner, aber auf keinen Fall die der potentiellen zukünftigen Wohnungseigentümer, die mal locker 7000.-€ für den Quadratmeter hinblättern können und auch nicht die der zukünftigen Mieter, die durch ihre Mieten den Profit der Wohnungseigentümer sichern helfen. Wer sich so eine Wohnung leisten kann, der hat keine Wohnungsnot, für den dürfen keine Bäume fallen und keine Spiel- und Erholungsflächen geräumt werden.

 

Baumfällung für Millionäre

Heute haben fremde Truppen den Kiez überfallen. Mehrere Baumfäller haben unter Bewachung von einem Sicherheitsdienst die Bäume im Hinterhof der Karl Kunger Str 5 vorgenommen.

Da ein Sicherheitsdienst alleine nicht ausreichend war um die Fällungen zu schützen wurden noch drei Zivilbeamte eingesetzt. Diese streiften rund um die Isingstrasse und beobachteten was los war.

Und da das auch nicht ausreichend war kamen noch uniformierte Beamte um die wenigen Menschen zu verscheuchen, die versuchten dem Baummord etwas entgegen zu setzen. Die meisten Anwohner*innen waren auf Arbeit oder zu alt um einzuschreiten.

Auch der Makler, der Kollege Kraft, war zugegen. Obwohl der nun nichts von den Fällungen hat, war er zugegen. Er ist derjenige der immer wieder Kaufinteressenten in den Hinterhof gelockt hat um ihnen Scheiße aus Gold zu verkaufen.

Und die geldgierige „Creative Developement fine+“ hat ihre Mitarbeiterin rausgeschickt, die in saddistischer Weise der Baumfällung mit Freude beiwohnte. Anderer Artikel zum Thema hier.

Und wenn man irgendwen von den Baummördern, Raubrittern und anderen Spießgesellen fragte, warum er diese Scheiße macht, dann kam immer zurück: „Ich mache nur meinen Job.“

So metzelten die fremden Truppen, die den Kiez zerstören, mit Rückendeckung der Politik und der Verwaltung, die Bäume nieder. Pfuipfuipfui!

Wir machen einen ausführlicheren Bericht als bald möglich, dies nur zur schnellen Information

P.s.: Wenn wir schreiben: Baumfällung für Millionäre – dann ist das weniger ein Witz als es scheint. Eine Wohnung um die 50 m² kostet 700.000 Euro.

P.s.s.: Für viele Anwohner*innen ist klar; diese Leute, die hier für eine halbe Millionen eine Wohnung kaufen, sind verhasst. Schon jetzt, bevor der Grundstein gesetzt ist…

Stadtteiltreffen

Das nächste Stadtteiltreffen betroffener Mieter & Mieterinnen* findet am 27.1. um 17.00 Uhr (!) statt. Wir setzen 1 1/2 Stunden an.

Das Treffen wird in dem Spieleladen „Irrlicht“ sein in der Karl Kunger Str.4

Es wird unteranderem thematisch um die Bebbaung des Ufers an der Lohmühlenbrücke gehen, um die Krüllstr. 12 – ein Haus, das der Besitzer bewußt verkommen läßt und die Politk bewußt wegschaut. Und es wird um die Karl Kunger Str. 5 gehen, in das sich Idioten Wohnungen für mehr als ne halbe Millionen kaufen wollen und glauben sie würden hier glücklich.

Wer mehr wissen will, muß zum Treffen kommen

Kiezspaziergang

Vor einer Woche haben wir einen kleinen Kiezspaziergang veranstaltet. Losgegangen sind wir von der Bouchestrasse/ Ecke Karl Kunger Straße. Dort haben wir dann zu dem eingerüsteten Eckhaus den Stand der Dinge erfahren.

Ungefähr 40 – 50 Menschen aus dem Kiez und aus dem Nachbarkiez waren gekommen. Und wir sind dann vor die Karl Kunger Str 26 (Aspire-Haus) gezogen. Auch über die Kunger-Höfe gegenüber gab es Informationen. Und weil’s so schön war erfuhren wir dann auch noch was über die Kiefholz Str 22. Man muß sich das in Luftline 50 Meter vorstellen, was auf diesem kleinen Fleck schon für eine Verdrängungsleistung zusammen kommt.

Die Kunger Kiez Initiative mit Sitz in einem Gewerberaum von „Stadt & Land“ in der Kunger Straße wurde auch Gegenstand von Kritik, hatten doch tatsächlich Menschen aus der Initiative die Zettel zweimal zum Kiezspaziergang verschwinden lassen. [Nachtrag aus aktuellem Anlaß: Ebenso wurde das Gebahren der Kiezkasse um Freier-Winterwerb thematisert, als auch der Fakt das sein Stellvertreter ein AfDler ist]

Gegenüber der Kiezgalerie dann der mit Eigentumswohnungen zugebaute ehemalige Inselmarkt war kurz Thema um dann zu einen Haus zu ziehen, das im Bereich der Kriminalität zu verorten ist. Padovicz, ein unbeliebter Besitzer vieler Häuser in Berlin, der mit dubiosen Mittel Häuser entmietet und mit der Politik gut auskommt, hat auch in der Krüllststr ein Haus. Er hat das Haus systematisch verkommen lassen. Im Seitenflügen ist das Haus mit Schwarzschimmel verseucht. Die Mieter*innen haben irgendwann keine Kraft mehr gehabt und sind ausgezogen. Der Oliver Igel, eine traurige Gestalt von einem Bürgermeister (SPD), der auf Seiten der Immobilenhaie steht, hat natürlich nicht eingegriffen, obwohl hier Wohnraum zu Spekualtionszwecken seit zehn Jahren leerstehen gelassen wird.

An der Karl Kunger 5 haben wir einen kleinen Stop eingelegt, und wie an alle Häuser einen Aufkleber mit „enteignen“ angebracht.

Dann bröckelte es schon sehr stark. Es war einfach kalt und zugig. Und viele ältere Mieter und Mieterinnen zogen sich zurück. Aber der harte Kern zog noch vor eine Baulücke in die Lohmühlenstr, in die Stadt & Land wahrscheinlich die nächsten teueren Mietwohnungen reinquetschen wird.

An allen Stationen gab es kleine Redebeiträge. Den Abschluss bildete der Garten der Karl Kunger Str. 5 und der Bericht darüber, wie der Makler, einschließlich Kaufinteressenten reagierten, als sie mal von Anwohnern gestört worden sind. Der Makler war angefressen und die schäbigen Käufer hatten auch keine Freude an dieser gelungenen Störung.

Alles in allem waren wir erstaunt, das sich soviele Menschen zum Kiezspaziergang eingefunden hatten und wir werden da sicherlich nochmal demnächst dran anknüpfen…

Kiezspaziergang 27.10. um 14.00 Uhr

Stellt Euch vor, Ihr sollt verdrängt werden – und aus allen Ecken des Kiezes kommen Menschen um Dich zu unterstützen.

Wir machen einen Kiezspaziergang im Kunger-Kiez. Veranstaltet wird der Kiezspaziergang von Anwohner*innen aus den Mietshäusern Karl-Kunger Str. 1-6, der Issingstr. und der Stadtteilinitiative Karla Pappel.

Wir treffen uns an der Infotafel an der Ecke Bouchestr / Karl-Kunger Str. um 14.00 Uhr. Schirm mitbringen – falls regnerisch.

Wir laufen ein paar exemplarische Stationen im Kiez ab. Welches Haus befindet sich gerade im Kampf? Welche miesen Investoren treiben die Armen aus dem Kiez? Wie wird der Kiez gerade umgekrempelt und ausgewechselt? Wo will schon wieder wer Eigentumswohnungen bauen? Wo stehen Wohnungen leer?

Und vor allem: Was werden wir dagegen unternehmen?

Gegen Ende machen wir ein Kaffeekränzchen. Bringt gern was kleines für ein Buffet mit.

Bringt Eure Plakate und Transparente mit, gerne wasserdicht. Thematisch gerne gegen Verdrängung, Mieterhöhung und Eigentumswohnungen. Wir wollen die Sachen aufhängen.

Sonntag den 27.10 um 14.00 – 16.00 Uhr

NIEMAND WIRD ALLEIN GELASSEN